Gesetzliche oder private Krankenversicherung? Die Frage lässt sich nicht allein mit einem Monatsbeitrag beantworten. Wer zwischen beiden Systemen wählen darf, sollte die gesamte Lebenssituation betrachten: Einkommen, Gesundheit, Kinder, Partner und Pläne für die nächsten Jahre.
Beiträge und Familie
In der gesetzlichen Krankenversicherung knüpfen Beiträge im Grundsatz an die beitragspflichtigen Einnahmen an. Kinder und Partner können unter bestimmten Voraussetzungen beitragsfrei familienversichert sein. In der privaten Krankenversicherung benötigt jede Person eigenen Schutz; Beitrag und Leistungen hängen vom individuellen Tarif ab. Ein zunächst niedrigerer PKV-Beitrag kann deshalb für eine Familie anders aussehen als für eine alleinstehende Person.
Leistungen und Wechsel
Gesetzliche Leistungen sind überwiegend durch das Sozialrecht geregelt und können durch Zusatzleistungen einzelner Kassen ergänzt werden. In der PKV ist die vertragliche Leistungszusage besonders wichtig: Schauen Sie genau hin, was tatsächlich versichert ist. Wer die PKV später verlassen möchte, kann nicht frei zu jeder Zeit in die GKV zurückkehren. Voraussetzungen hängen unter anderem von Beschäftigung und Alter ab.
Ein ehrlicher Vergleich rechnet nicht nur das laufende Jahr. Berücksichtigen Sie Arbeitgeberzuschuss, Pflegeversicherung, Selbstbeteiligung, mögliche Krankentagegeldlücke, Familienplanung und den Ruhestand. Lassen Sie sich bei einem Systemwechsel unabhängig beraten und kündigen Sie einen bestehenden Schutz erst, wenn die Anschlussversicherung sicher geklärt ist.
Quelle: Verbraucherzentrale: Pflichtversichert, freiwillig oder privat?