Lebensversicherung
Mit einer Lebensversicherung wird das Todesfallrisiko einer versicherten Person finanziell abgesichert. Das versicherte Risiko ist die Person selbst. Im Vertrag wird eine Versicherungsleistung vereinbart, die an eine bezugsberechtigte Person ausgezahlt werden soll, wenn der vertraglich vereinbarte Versicherungsfall eintritt. Bei Risikoversicherungen ist der Versicherungsfall der Tod der versicherten Person, bei Kapitallebensversicherungen ist es eine vereinbarte Laufzeit, die den Versicherungsfall auslöst, oder der Tod der versicherten Person.
Risiko-Lebensversicherung
Das besondere Merkmal der Risiko-Lebensversicherung ist, dass sie nur dann leisten muss, wenn der Versicherungsfall während der Vertragslaufzeit eintritt. Läuft der Vertrag aus, ohne dass der Versicherungsfall eingetreten ist, wird keine Leistung von der Versicherung erbracht. Häufig werden Risiko-Lebensversicherungen abgeschlossen, um einen Kredit abzusichern. Banken verkaufen heute häufig sogenannte Restschuldversicherungen. Das sind Risiko-Lebensversicherungen, deren Versicherungssumme im gleichen Maße sinkt wie die Restschuld des Darlehens. Der Vertrag kommt auch nur zustande, wenn auch der Kreditvertrag zustande kommt.
Vertragspartner bei einer Lebensversicherung
Aufseiten der Versicherung ist der Vertragspartner klar, der Vertragspartner aufseiten des Kunden können mehrere Personen sein. Als Vertragspartner kommen auf der Kundenseite unter Umständen mehrere Personen infrage. Der Versicherungsnehmer schließt den Vertrag ab. Der Beitragszahler entrichtet tatsächlich die Beiträge, die versicherte Person ist die Person, deren Leben versichert ist und schließlich der Bezugsberechtigte, der im Versicherungsfall die Leistung erhält. Möglicherweise sind das vier verschiedene Personen oder im Extremfall nur eine.
Beitragskalkulation und Kalkulation der Leistung einer Lebensversicherung
Die Beiträge und Leistungen können die Versicherungsunternehmen frei kalkulieren, es müssen lediglich die Grundsätze zur vorsichtigen Kalkulation und zur Gleichbehandlung der Mitglieder eingehalten werden. Zumeist liegt heute noch die traditionelle Versicherungsmathematik der Beitragsberechnung zugrunde. Demografische Erhebungen mit Lebenserwartung oder Restlebenserwartung werden den Berechnungen häufig zugrunde gelegt. Mithilfe kalkulatorischer Annahmen, beispielsweise auf der Grundlage der Sterbetafel, des Rechnungszinses und kalkulatorischer Kosten des Versicherers, werden die Beiträge normalerweise berechnet.
Auszahlungsarten einer Lebensversicherung
Lebensversicherungen können auf mehrere Arten ausgezahlt werden. Entweder gibt es eine einmalige Kapitalabfindung oder eine Rentenzahlung. Die Rentenzahlung kann zeitlich befristet oder lebenslang erfolgen.
Unfallversicherung
Gerade im privaten Bereich passieren die meisten Unfälle, die durch die gesetzliche Unfallversicherung nicht abgedeckt sind. Daher empfiehlt sich eine zusätzliche private Unfallversicherung, die dieses doch erhebliche Lebensrisiko abdeckt und im Fall eines Unfalles mit schweren Folgen zumindest die finanziellen Probleme lösen hilft.
Ein Unfall im Sinn der Versicherung
Ein Unfallereignis muss ganz bestimmte Wesensmerkmale aufweisen, um bei einer Versicherung als Unfall zu gelten und um in den Genuss der für einen Unfall vereinbarten Leistungen zu gelangen. Die Definition lautet folgendermaßen: „Ein Unfall ist ein plötzliches, unfreiwilliges und von außen einwirkendes Ereignis, bei dem eine Person einen Schaden erleidet.“ (Quelle: Wikipedia). Bei manchen Versicherungen gilt eine erweiterte Definition, wobei dann nicht unbedingt eine Einwirkung von außen stattgefunden haben muss, zum Beispiel bei erhöhter Kraftanstrengung.
Die Leistungen der Unfallversicherung
Zielsetzung einer Unfallversicherung ist die finanzielle Absicherung im Falle, dass ein dauerhafter Schaden durch den Unfall entsteht, dazu gehören körperliche und geistige Leistungsbeeinträchtigungen. Bei den meisten Versicherungen wird eine einmalige Kapitalzahlung geleistet, die in Abhängigkeit zum Grad der Invalidität steht. Sie steigt überproportional oder progressiv an bei höherem Invaliditätsgrad. Dabei liegt die sogenannte Gliedertaxe der Berechnung zugrunde. Häufig wird auch eine Leistung bei Unfalltod für die Hinterbliebenen vereinbart. Eine weitere Möglichkeit der Leistungserbringung durch die Versicherung ist eine monatliche Rentenzahlung. Darüber hinaus bieten viele Unfallversicherungen auch Leistungen für kosmetische Operationen nach einem Unfall an.
Spezielle Unfallversicherungen mit Beitragsrückgewähr
Dabei handelt es sich um eine Unfallversicherung in Kombination mit einer Lebensversicherung. Die monatlichen Beiträge sind dabei höher als bei einer normalen Unfallversicherung, jedoch werden dem Versicherungsnehmer nach Ablauf des Vertrages oder im Todesfall die Prämien mit Überschussanteilen zurückgezahlt. Dabei liegt ein Garantiezins zugrunde und eine nicht garantierte Überschussbeteiligung. Die sogenannte UBR kann auch für andere Personen abgeschlossen werden, beispielsweise von Großeltern für die Enkel. Damit kann später dann die Ausbildung finanziert werden.
Was ist, wenn ich eine Versicherung nicht mehr benötige?
Versicherungen sind sowohl für Privatleute als auch für Unternehmen unverzichtbar. Denn sie schützen Privatpersonen und Firmen gegen kalkulierbare Risiken ab. Dieser Schutz kann sowohl die eigene Person oder eigenes Eigentum sowie auf andere Personen und fremdes Eigentum beziehen. Doch nicht alle Versicherungen sind absolut notwendig. Nach einigen Jahren stellt der Versicherte oft fest, dass manche Versicherungspolice angepasst werden muss. Andere Versicherungen werden gar nicht mehr benötigt und können gekündigt werden.
Wird eine Versicherung nicht mehr benötigt, gibt es mehrere Möglichkeiten.
1) Die Kündigung
2) Stilllegung
3) Verkauf
Die Kündigung ist immer dann die beste Wahl, wenn eine Versicherung überflüssig geworden ist (zum Beispiel eine doppelte Hausratversicherung) oder wenn ein neuer Vertrag bei einer anderen Versicherung abgeschlossen werden soll.
Gibt es einen kurzzeitigen, finanziellen Engpass, muss die Versicherung nicht gleich gekündigt werden, um finanziell wieder auf die Beine zu kommen. Eine mit dem Versicherer vereinbarte Stilllegung des Versicherungsvertrages ist eine sinnvolle Alternative. Die Zahlungen werden ausgesetzt, der Versicherungsvertrag läuft jedoch uneingeschränkt weiter.
Wird dringend Bargeld benötigt, kann sich die dritte Alternative, der Verkauf der Versicherung, möglicherweise zu einem äußerst lukrativen Geschäft entwickeln. Hierbei sollten allerdings die Voraussetzungen sehr genau überprüft werden. Wird schon eine Bedingung nicht erfüllt, kann das zu erheblichen Verlusten führen.
Es gilt also genau zu prüfen, in welcher Situation sich der Versicherungsnehmer befindet, um mit der getroffenen Entscheidung am Ende das Beste für sich herauszuholen.
Stromberg, Staffel 5 – Trailer
Wer im Versicherungswesen arbeitet, sollte natürlich auch Stromberg kennen und lieben! Hier der Trailer zur 5. Staffel.
Wofür werden Versicherungen benötigt?
Die Bundesbürger überweisen Jahr für Jahr Milliarden Euro an Versicherungen. Hierbei ist jeder Bürger gut beraten, wenn er die Notwendigkeit und den Nutzen einer jeden Versicherung kritisch hinterfragt. Auf diese Weise können unnötige Ausgaben vermieden und das monatliche Finanzbudget des Haushaltes spürbar geschont werden.
Grundsätzlich schützt eine Versicherung den Versicherungsnehmer vor verschiedenen Risiken, die Leib und Eigentum des Versicherten betreffen können. Dementsprechend werden Versicherungen in Personen-und Sachversicherungen unterschieden. Krankenversicherungen und Rentenversicherungen fallen in den Versicherungszweig der Personenversicherungen. Diese sollen den Versicherungsnehmer beispielsweise vor den negativen Folgen einer Krankheit schützen bzw. eine finanzielle Versorgung für den Lebensabend leisten. Zu den Sachversicherungen hingegen zählen Hausratversicherung sowie Kfz-Versicherungen.
Private Versicherungen finanzieren sich durch das Erheben von Beiträgen, die von den Versicherungsnehmern zu zahlen sind. Entsprechend der Anzahl an Schadensfällen, welche von der jeweiligen Versicherungsgesellschaft reguliert werden müssen sowie allgemeinen wirtschaftlichen Faktoren, wird die Höhe der Versicherungsprämien von Zeit zu Zeit angepasst. Private Versicherungen müssen Rücklagen bilden, um stets liquide und damit leistungsfähig zu bleiben. Zu diesem Zweck führen die verschiedenen Versicherungsgesellschaften einen Teil ihrer Einnahmen in ein sogenanntes Kapitalsammelbecken ab. Letztlich bewahrt dies die jeweilige Versicherung vor einer Insolvenz. Jedoch ist es in der Regel eher unwahrscheinlich, dass eine Versicherungsgesellschaft zahlungsunfähig wird.
Letztlich lässt sich eine gute Versicherungsgesellschaft daran erkennen, dass sie jederzeit ein offenes Ohr für die Probleme und Anregungen ihrer Versicherungsnehmer hat. Ausreichend Service-Mitarbeiter sind ebenso entscheidend für die Qualität einer Versicherung wie eine unbürokratische und schnelle Abwicklung im Schadens- bzw. Leistungsfall.
Wie verdienen Versicherungen ihr Geld?
Bei Versicherungen im Allgemeinen handelt es sich um komplexe Geschäftsmodelle, die grundsätzlich auf wirtschaftlichem Denken beruhen. Der Idealfall für eine Versicherungsgesellschaft ist es, möglichst viele Versicherungsnehmer als Kunden zu haben, bei denen während der Versicherungszeit keinerlei Versicherungsfälle eintreten. Diese Utopie entspricht natürlich nicht der Realität. Aus diesem Grund müssen Versicherungsgesellschaften heutzutage streng kalkulieren, um jederzeit zahlungs- und damit leistungsfähig bleiben zu können. Um Rücklagen bilden zu können, sind Beitragsanpassungen für die Versicherungsnehmer häufig nicht zu vermeiden. Je mehr Schadensfälle eine Versicherungsgesellschaft im Laufe eines Jahres regulieren musste, umso eher werden die Beiträge der jeweiligen Versicherungssparte nach oben hin angepasst. Dies ist natürlich stark vereinfacht ausgedrückt, denn schließlich werden die Versicherungsprämien zusätzlich von anderen, externen Faktoren, wie etwa der Inflation, beeinflusst.
Allen Versicherungen liegt das Prinzip der kollektiven Risikoübernahme zu Grunde. Dies bedeutet, dass jeder Versicherungsnehmer Versicherungsprämien zu entrichten hat, die in einen Geldtopf bei der jeweiligen Versicherungsgesellschaft fließen. Dieser Geldtopf wird auch als Kapitalsammelbecken bezeichnet und bildet letztlich die finanzielle Grundlage jeder modernen Versicherungsgesellschaft – und das weltweit. Wenn nun ein Schadensfall eintritt, wird die entsprechende Summe aus diesem Geldtopf an den betroffenen Versicherungsnehmer ausgezahlt, nachdem der Schadensfall durch den Versicherungsträger geprüft worden ist. Selbst wenn diese Summe die bisher eingezahlten Beiträge des Versicherungsnehmers übersteigen sollte, ist die Versicherungsgesellschaft vertraglich zur Zahlung der Summe verpflichtet, welche zur Deckung des Schadens notwendig ist.
Heutzutage werden Versicherungen von Experten als unentbehrliches Instrument bezeichnet, um heute die finanzielle Sicherheit von morgen gewährleisten zu können. Angenommen, eine Privatperson müsste für alle Schäden aufkommen, die sie im Laufe ihres Lebens unbeabsichtigt anderen Personen oder deren Eigentum zugefügt hat, wäre diese Person sehr schnell dem finanziellen Ruin nahe. Salopp gesagt: Ein Mensch würde nur noch arbeiten gehen, um die eigenen Schulden bezahlen zu können.
Am Beispiel der Krankenversicherung würde dies bedeuten, dass sämtliche Kosten, die für die Wiederherstellung oder Erhaltung der Gesundheit anfallen, vom Betroffenen selbst getragen werden müssten, was insbesondere für Geringverdiener unmöglich wäre.
Aus diesem Grund wurden Ende des 19. Jahrhunderts die Sozialversicherungen in Deutschland eingeführt, die dem Schutze der Arbeitnehmer dienen sollten. Aus diesem Grund sind die Sozialversicherungen verpflichtend für jeden Arbeitnehmer in Deutschland.
Auch wenn es sich hierbei um staatliche Versicherungsformen handelt, sind auch diese gezwungen, wirtschaftlich zu agieren, um jederzeit liquide und damit leistungsfähig zu bleiben.
Zusammengefasst lässt sich sagen, dass alle Versicherungsgesellschaften nur dann Geld verdienen können, wenn sie mehr Geld durch Versicherungsprämien einnehmen, als sie während eines Jahres für Schadenszahlungen ausgeben müssen. Dies trifft staatliche Versicherungen ebenso wie private Versicherungsanbieter. Hierbei sind finanzmathematische Grundlagen für die jeweilige Versicherungsgesellschaft unentbehrlich. Diese wiederum bestimmen letztlich die Höhe der Versicherungsprämien, die vom Versicherungsnehmer für eine bestimmte Versicherung zu zahlen sind.
Wie können Versicherungen stillgelegt werden?
Ob nun geschrumpfte Ersparnisse, unvorhergesehene Kündigungen oder Kurzarbeit: Mehr und mehr Bundesbürger müssen derzeit finanzielle Engpässe überbrücken. Um einzelne Ausgabenpositionen zu überprüfen und die laufenden Kosten des Haushaltes herunterzuschrauben, wird man hierbei früher oder später auf den Posten Renten- oder Lebensversicherung stoßen.
Die Deutschen haben rund 90 Millionen Kapital-Lebensversicherungen abgeschlossen. Dies bedeutet, dass es aktuell mehr Versicherungspolicen als Einwohner in Deutschland gibt. Die Rendite dieser Lebensversicherungen fällt aktuell jedoch eher mager aus. Aus diesem Grund kann es durchaus sinnvoll sein, die Wertigkeit entsprechender Policen genau zu überprüfen. In aller Regel lässt sich feststellen, dass eine vorzeitige Kündigung einer Kapital-Lebensversicherung mit einem herben finanziellen Verlust für den Versicherungsnehmer einhergeht. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn die entsprechende Versicherung erst vor vergleichsweise kurzer Zeit unterzeichnet wurde und die Abschlussgebühren üblicherweise in den ersten Jahren des Vertrages fällig sind.
Eine Lebensversicherung auf dem Zweitmarkt zu veräußern, stellte bisher eine beliebte Möglichkeit dar, mehr Geld aus dem Verkauf generieren zu können. Allerdings stehen die Chancen für den Verkauf einer Lebensversicherung eher schlecht. Ein Grund hierfür ist die Finanzkrise. Hierdurch reagieren Investoren deutlich zurückhaltender. Viele Händler haben zudem Lebensversicherungen auf Kredit gekauft. Die steigenden Kreditzinsen schmälern aktuell die Gewinnaussichten dieser Händler und damit die Chancen für Versicherungsnehmer, aus dem Verkauf ihrer Versicherung einen Gewinn zu erwirtschaften.
Eine Alternative zum Verkauf einer Lebens- oder Rentenversicherung ist Beitragsfreistellung des Versicherungsvertrages. Hierbei entfällt die monatliche Zahlung für den Versicherungsnehmer. Zudem bleibt das bereits angesparte Geld beim Versicherungsträger. Dieses angesparte Kapital kann beispielsweise verzinst werden und zum vertraglich vereinbarten Zeitpunkt der Fälligkeit inklusive Zinsen an den Versicherungsnehmer ausgezahlt werden. Ist der finanzielle Engpass überwunden, bieten viele Versicherungsträger an, die freigestellten Beiträge nachträglich einzuzahlen. Hierbei sollte man jedoch Vorsicht walten lassen und genau prüfen, unter welchen Bedingungen dies möglich ist und ob nicht sogar finanzielle Nachteile daraus entstehen können.
Grundsätzlich sollte man vor einer vorzeitigen Kündigung oder Stilllegung einer Versicherungspolice noch einmal genau die monatlichen Kosten und die Notwendigkeit der Versicherung überprüfen. Es macht beispielsweise keinen Sinn, eine Haftpflichtversicherung aufzukündigen, die mit 50 bis 90 Euro jährlich vergleichsweise günstig ist und den Versicherungsnehmer im Schadensfall vor hohen Zahlungsverpflichtungen gegenüber Dritten schützen kann.
Eine Kfz-Haftpflichtversicherung ist in Deutschland verpflichtend. Anders verhält es sich jedoch mit den Kaskoversicherungen. Hierbei kann es durchaus sinnvoll sein, Kosten und Nutzen einer Teil- oder Vollkaskoversicherung zu überprüfen, unter Umständen auf diese zu verzichten oder herabzustufen.
Eine Rechtsschutzversicherung und eine Hausratversicherung mag im Schadensfall praktisch sein, jedoch sind diese beiden Versicherungen nicht als derart wichtig zu bezeichnen wie dies bei einer Haftpflichtversicherung ist. Dies trifft vor allem auf eine Rechtsschutzversicherung zu.
Fazit: Die Stillegung einer Versicherung über einen gewissen Zeitraum ist in den meisten Fällen die bessere Alternative. Das gilt insbesondere für Lebens- und Rentenversicherungen, da eine Kündigung dieser Verträge in der Regel mit hohen finanziellen Einbußen für den Versicherungsnehmer verbunden ist. Bei einer Stilllegung gibt es kurzfristig neuen finanziellen Spielraum für andere wichtige Dinge. Die Versicherung wird in dieser Zeit vom Versicherungsträger unverändert weitergeführt.
Wie kann eine Versicherung gekündigt werden?
Eine Versicherungspolice ist innerhalb von Minuten abgeschlossen. Sie zu kündigen ist oftmals ein schwieriges Unterfangen, da wesentliche Punkte wie Kündigungsfristen und Laufzeiten eingehalten werden müssen. Des gibt zwei Kündigungsformen: die ordentliche und die außerordentliche Kündigung.
Eine ordentliche Kündigung kann nur entsprechend der gültigen Kündigungsfristen und –termine erfolgen. Für die Kfz-Versicherungen ist immer am 30. November eines Jahres Stichtag. Die Kündigung muss dem Versicherer spätestens an diesem Tage schriftlich vorliegen. Das Datum des Poststempels ist hier nicht ausreichend. Deshalb empfiehlt es sich, die Kündigung rechtzeitig auf den Weg zu bringen. Kündigungen sollten außerdem per Einschreiben versandt werden, um die fristgerechte Absendung der Kündigung belegen zu können. Ein Zusendung per Fax ist auch möglich, der Sendebericht gilt als Zustellbeleg.
Neben dem fristgerechten Ausstieg aus einer Versicherung gibt es noch andere Möglichkeiten, Neben einem regulären Ausstieg aus einer Versicherung gibt es noch andere Möglichkeiten, die Versicherung zu kündigen. So ist es dem Versicherungsnehmer möglich, im Rahmen von nahezu allen Sachversicherungen nach jedem entstandenen Versicherungsschaden mit sofortiger Wirkung zu kündigen. Die Kündigung sollte zwar sofort ausgesprochen, aber erst zum Jahresende wirksam werden. Dann können eventuell zu viel bezahlte Beiträge von der Versicherungsgesellschaft zurückerstattet werden.
Von seinem Recht auf eine außerordentliche Kündigung kann der Versicherungsnehmer beim Verkauf oder dem Wegfall eines versicherten Objektes Gebrauch machen. Die Kündigung kann dann sofort mit Eintritt des Ereignisses erfolgen, zum Beispiel mit dem Verkauf eines Autos. Der Versicherungsschutz endet in diesem Beispiel mit dem Verkaufsdatum.
Darüber hinaus besteht ein Sonderkündigungsrecht für den Verbraucher bei jeglicher Form einer Erhöhung der jeweiligen Versicherungsprämien, welche über die übliche Progression hinausgeht. Dies bedeutet für den Verbraucher, dass er bei einer Erhöhung der Versicherungsbeiträge mit sofortiger Wirkung zum Termin der Erhöhung kündigen kann.
Eine Lebensversicherung kann stets nur ordentlich gekündigt werden. Dies ist zum Ende eines jeden Versicherungsjahres möglich. Im Falle von Ratenzahlungen kann die Kündigung auch zum Ende eines Zahlungsabschnittes erfolgen, wobei der frühestmögliche Zeitpunkt am Ende des ersten Versicherungsjahres liegt.
Im Rahmen einer Privathaftpflichtversicherung kann die ordentliche Kündigung erstmalig zum Laufzeitende ausgesprochen werden. Läuft die Versicherung danach weiter, kann die Kündigung jährlich zum Ende eines jeweiligen Versicherungsjahres ausgesprochen werden. Bei Versicherungspolicen, die über eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren hinausgehen, kann die Kündigung erstmals zum Ende des fünften Jahres erfolgen. Danach ist eine Kündigung ebenfalls jährlich zum Ende eines jeden Versicherungsjahres möglich. Bei einem Schadenfall kann die Kündigung entweder mit sofortiger Wirkung oder zum Ende des jeweiligen Versicherungsjahres erfolgen.
Im Rahmen einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist jeweils nur eine ordentliche Kündigung möglich, die zum Ende eines jeden Versicherungsjahres erfolgen kann. Die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenversicherung kann frühestens nach 18 Monaten Mitgliedschaft gekündigt werden. Beim Wechsel in eine private Krankenversicherung muss die Frist von 18 Monaten nicht berücksichtigt werden.
Welche Versicherungen sind für einen Selbstständigen unverzichtbar?
Viele Menschen verwirklichen sich in Deutschland den beruflichen Traum der Selbstständigkeit. Hierbei darf bei aller Euphorie nicht vergessen werden, sich rechtzeitig um einen adäquaten Versicherungsschutz zu kümmern. Für eine Privatperson ebenso von entscheidender Bedeutung wie für einen Selbstständigen ist ein ausreichender Rentenversicherungsschutz. Freiberuflich und selbstständig tätige Personen sind nicht gesetztlich dazu verpflichtet, in die staatliche Rentenversicherung einzuzahlen. Aus diesem Grund ist für diesen Personenkreis der Abschluss einer privaten Rentenversicherung besonders wichtig.
Während die Riester-Rente ausschließlich für Arbeitnehmer in Deutschland konzipiert wurde, kann jeder Selbstständige eine zusätzliche Rürup-Rente abschließen, die auch als sogenannte Basisrente bekannt ist. Diese trägt den Namen des niederländischen Wirtschaftsökonoms Bert Rürup, der entscheidend an der Ausarbeitung der Basisrente beteiligt war. Eine Rürup-Rente lohnt sich jedoch nicht erst bei Erreichen des Renteneintrittsalters, sondern bereits während der Ansparphase. So können die in die Rürup-Rente abgeführten Beiträge bis zu einem gewissen Maximalbetrag pro Jahr voll steuerlich geltend gemacht werden; ein äußerst positiver Nebeneffekt bei der Einkommensteuer.
Diesen Bonus jedoch muss der Versicherungsnehmer allerdings mit einer nachgelagerten Besteuerung bezahlen. Dies bedeutet, dass die Auszahlungen im Rahmen der Rürup-Rente mit Erreichen des Renteneintrittsalters versteuert werden müssen.
Natürlich möchte sich der Selbstständige nicht erst mit Erreichen des Renteneintrittsalters finanziell gut abgesichert fühlen. Auch in der Blütezeit seines Lebens gilt es daher, sich gegen eventuelle Schicksalsschläge bestmöglich abzusichern. In diesem Zusammenhang sehr wichtig ist der Abschluss einer privaten Krankenversicherung. Diese überzeugt im Allgemeinen durch einen breiten Leistungskatalog sowie eine einkommensunabhängige Beitragserhebung. Dies bedeutet, dass der Verdienst des Freiberuflers oder des Selbstständigen im Rahmen einer privaten Krankenversicherung keine Rolle bei der Festsetzung der zu zahlenden Versicherungsprämien spielt. Aus diesem Grund ist eine private Krankenversicherung vor allem für besserverdienende Personen auch aus finanzieller Sicht sehr schnell lukrativ.
Krankheiten treffen einen jeden Menschen im Laufe seines Lebens, verschwinden jedoch in der Regel nach einer entsprechenden Genesungszeit. Jedoch können verschiedene Krankheiten Psyche oder Körper eines Menschen so stark beeinträchtigen, sodass infolge dessen die Ausübung der bisherigen beruflichen Tätigkeit unmöglich wird. Freiberuflich und selbstständig tätige Personen sind dahingehend von Seiten des Staates finanziell nicht abgesichert. Aus diesem Grund raten Versicherungsexperten einhellig dazu, als Selbstständiger oder Freiberufler eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen. Diese zahlt im Schadenfall eine entsprechende Berufsunfähigkeitsrente. Die Höhe dieser Rente bemisst sich an der Höhe der geleisteten Einzahlungen sowie der Risikoeinstufung der bisher ausgeübten Tätigkeit. Ein selbständiger Autor kann somit mit vergleichsweise attraktiven Konditionen im Rahmen einer Berufsunfähigkeitsversicherung rechnen. Ein selbständig tätiger Handwerker verfügt über ein vergleichsweise hohes Risiko und muss entsprechend hohe Beiträge im Rahmen einer Berufsunfähigkeitsversicherung leisten.
